Zwischennutzung alte Rennbahnklinik

Aus wenig mach viel!

Wo einst verletzte Sportstars aus aller Welt ein- und ausgingen, finden seit Anfang Jahr rund 60 Studierende bezahlbaren Wohnraum. Der dafür realisierte Umbau der ehemaligen Rennbahnklinik wurde nun mit dem renommierten Schweizer Architekturpreis «Hase in Gold» ausgezeichnet.

Früher Klinik, heute Wohnraum für Studierende. © Foto: Tino Sand.

 

Die Zeitschrift Hochparterre prämiert jährlich die besten Schweizer Projekte in den Bereichen Architektur, Design und Landschaft. Der erste Preis in der Kategorie Architektur ging dieses Jahr an die Sabarchitekten aus Basel für den Umbau der ehemaligen Muttenzer Rennbahnklinik. Der Gemeinderat Thomi Jourdan freut sich über die Vergabe des «Hasen in Gold» und gratuliert allen Beteiligten ganz herzlich. «Ihr Erfolg beweist, dass pragmatische und kostengünstige Bauvorhaben ebenfalls höchsten architektonischen Ansprüchen genügen können», hält er fest. Der Gemeinderat hat das Zwischen- und Umnutzungsvorhaben von Beginn weg aktiv unterstützt. Im Rahmen der Entwicklung des Polyfeld Muttenz als Hochschulstandort sucht die Gemeinde laufend nach Möglichkeiten für studentisches Wohnen und sieht in dem vom Verein WoVe betriebenen Haus nicht nur einen wichtigen Schritt zur Entschärfung der Wohnungsnot von Studierenden, sondern auch einen wesentlichen Meilenstein in der nachhaltigen Polyfeld-Entwicklung. Jourdan betont denn auch: «Die Preisverleihung an die Architekten Andreas Reuter und Dominique Salathé ist ein überraschendes Tüpfelchen auf dem I und spornt uns an, weiter an kreativen und sinnvollen Lösungen zu arbeiten». Kreativität, welche die Fachjury auch den Planern attestiert. «Die eigenwillige Form des Hauses verlangte von den Architekten Massarbeit», schreibt sie in ihrer Begründung für die Wahl. «Knappe Zeit und mangelndes Geld liessen sie nicht verzweifeln, sondern trieben sie an. Das Ergebnis ist überraschend: Räume mit Charakter, Räume, die Geschichten erzählen, Räume, die faszinieren», so die Expertinnen und Experten.

  • Bauherrschaft: Swissinvest Real Estate Investment Fund, Zürich; Bauherrentreuhand Pensimo Management, Zürich
  • Architektur: Sabarchitekten, Basel