Arealentwicklung

Die Planung mit Leben füllen…

Die Gemeinde Muttenz und der Kanton Basel-Landschaft verfolgen mit dem Polyfeld Muttenz eine städtebauliche, wirtschaftliche, ökologische und funktionale Aufwertung des Ortsteils Kriegacker. Im Zuge dieser Entwicklung hat das Projekt in den vergangenen Jahren verschiedene Planungsphasen durchlaufen. Die Ideen und Konzepte der Planerinnen und Planer nehmen da und dort bereits Gestalt an und geben dem Quartier ein neues Gesicht. Christoph Heitz, Bauverwalter der Gemeinde Muttenz, erläutert im Kurzinterview die kommenden Schritte.

Christoph Heitz, Bauverwalter Gemeinde Muttenz

Christoph Heitz, Bauverwalter Gemeinde Muttenz

Herr Heitz, es macht den Eindruck, die Idee Polyfeld Muttenz erwacht langsam zum Leben?

Tatsächlich ist 2015 das Jahr in dem die am «Reissbrett» entworfenen Pläne einerseits grundeigentümerverbindlichen Charakter annehmen und andererseits in mehr und mehr konkreten Bauprojekten bereits auch sichtbar werden. Die entsprechenden Ideen und Grundlagen haben wir in den letzten rund zehn Jahren unter fachlichen Abwägungen und unter Einbezug der Bevölkerung und der Grundeigentümer in mehreren Stufen erarbeitet. Nun sollen sie in Form von Teilzonenvorschriften auch verbindlich werden und den Wandel des Ortsteils zu einem modernen Ort der Begegnung, des Wohnens, Lernens und Arbeitens weiter voranbringen.

Weshalb sind dafür Teilzonenvorschriften notwendig?

Sie sind die notwendige Grundlage, um einzelne Bauten planen und das Polyfeld Muttenz mit Leben füllen zu können. Raumplanung ist langfristig zwar immer ein dynamischer Prozess und die Regeln sollen nach einigen Jahren auch wieder überprüft werden können. Aber um eine Quartier-Entwicklung, an der ganz unterschiedliche Interessen hängen, für alle Beteiligten gewinnbringend vorantreiben zu können, sind entsprechende Werkzeuge notwendig. Die nun vorliegenden Lösungen, die dieses Jahr der Gemeindeversammlung zum Beschluss vorgelegt werden, bieten den Grundeigentümern Planungssicherheit. Alle wissen, in welche Richtung sich das Polyfeld Muttenz entwickeln soll und wir sind überzeugt, es geht in eine sehr gute Richtung.

Wie würden sie diese Richtung skizzieren?

Das Polyfeld Muttenz wird im wahrsten Sinne des Wortes belebt. Am spürbarsten wird dies in absehbarer Zeit mit der Realisierung des Neubaus der Fachhochschule Nordwestschweiz. Dadurch werden hunderte neue Studierende und Dozierende auf das Polyfeld Muttenz kommen und hier nicht nur lernen, sondern auch verweilen. Alles in allem wird die Entwicklung hin zu einem Ort der Vernetzung mit mehr Menschen und grösserer Lebensintensität aber kontinuierlich erfolgen. Sie wird begleitet von einer qualitativen Verbesserung der Aussenraumgestaltung, der Verbindungswege und von weiteren Bauprojekten, die dem Ortsteil nach und nach ein sympathischeres Gesicht verleihen werden. Wie die Geschichte das Gebiet prägte und wohin die Entwicklung führen wird, erfahren Sie auf einer der öffentlichen Führungen durch das Polyfeld Muttenz, die ich Ihnen sehr ans Herzen legen möchte. (PG)

Weiterführende Informationen
» Ziele Arealentwicklung (PDF)
» Teilzonenvorschriften
» Führungen Polyfeld Muttenz